Freistaat will Marienthal als neuen Gefängnisstandort
Das sächsisch-thüringische Großgefängnis soll in Zwickau-Marienthal gebaut werden. Einer entsprechenden Empfehlung von Finanz- und Justizministerium hat das sächsische Kabinett am Dienstag zugestimmt. Das RAW-Gelände sei unter Einbeziehung aller Kosten wirtschaftlicher, heißt es zur Begründung. Die Stadt Zwickau hatte aber angeboten, die Erschließung der Industriebrache zu übernehmen. Leicht nach unten korrigiert wurde die Zahl der Haftplätze, und zwar von 840 auf 820. Die Baukosten sind mit etwa 112 Millionen Euro veranschlagt, 2017 soll die JVA in Betrieb gehen. Sachsen will nun so schnell wie möglich die Gespräche mit Thüringen zum Abschluss bringen. Noch im Juli hatte die Landesregierung das alte Plattenwerk in Pöhlau favorisiert.