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Früher Schacht, jetzt Schandfleck – dort soll ein Gewerbegebiet entstehen

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Zwickau startet einen neuen Anlauf, um Firmen Flächen für Investitionen zu bieten: Die Brache an der Äußeren Dresdner Straße, gegenüber vom ehemaligen Plattenwerk, wird zum Industrie- und Gewerbegebiet entwickelt. Das hat am Donnerstag der Stadtrat fast einstimmig beschlossen (bei nur einer Nein-Stimme). Bereits im Frühjahr soll das B-Plan-Verfahren angeschoben werden, um Baurecht zu schaffen.

Es handelt sich um das frühere Bergbaugelände – dort befanden sich der „Morgensternschacht“ und der „Martin-Hoop-Schacht IV“. Seit vielen Jahren verfallen dort unter anderem ein Wohnblock aus Platten und ein Gebäude vermutlich aus den 90er Jahren. Für diese rund zehn Hektar soll jetzt ein neuer Bebauungsplan erarbeitet werden. Für die ersten Planungsschritte hat der Stadtrat knapp 170.000 Euro bewilligt.

Die Fläche gehört nicht der Stadt. Baubürgermeisterin Silvia-Queck Hänel sprach von zwei Eigentümern, mit denen sie in guten Gesprächen sei. „Eine gute Verkehrsanbindung, keine landwirtschaftliche Nutzung, Rekultivierung einer ungenutzten Fläche und keine Wohnbebauung – die Vorzüge liegen auf der Hand“, sagte CDU-Stadtrat Lutz Feustel. AfD-Fraktionschef Wolfgang Elsel merkte kritisch an, dass Industrie größere Flächen benötige, stimmte aber für das Projekt. Nur sein Fraktionskollege Sven Itzek war dagegen.

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Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel: