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FSV und CFC liefern sich ein verrücktes Match

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Die GGZ-Arena war am Sonntagnachmittag fast ausverkauft. Und die 9.094 Zuschauer bekamen geboten, was das Fußballherz begehrt: packende Zweikämpfe, vier Tore, drei  Platzverweise und jede Menge Gesprächsstoff. Dass mit dem 2:2-Endstand nur ein Punkt heraussprang, dürfte weder Zwickau noch Chemnitz ärgern.

Zur Halbzeit stand es nicht unerwartet 0:0, wobei eine Zwickauer Führung verdient gewesen wäre. Chemnitz konnte sich beim Keeper Daniel Adamczyk bedanken: Er verhinderte nach zwei satten Schüssen und einem platzierten Kopfball der Zwickauer mit Glanzparaden das 1:0. Weniger hilfreich war die rüde Attacke von Niclas Erlbeck: Er säbelte nahe der Mittellinie Jonas Dittrich um und bekam dafür glatt Rot.

In Überzahl machte der FSV nach dem Seitenwechsel weiter Druck und kam zu Chancen. Doch das Tor traf der CFC: In der 55. Minute köpfte Felix Müller nach einem Freistoß ein. „Der FCK ist wieder da“, sangen die Fans im Gästeblock. Ihre Freude dauerte etwa zehn Minuten – dann glich Veron Dobruna aus fünf Metern nach guter Vorarbeit von Mike Könnecke aus, indem er den Ball mit der Brust annahm, sich drehte und ihn dann die Maschen jagte.

Anschließend hatte erneut Zwickau mehr vom Spiel, kassierte aber zunächst eine gelb-rote Karte wegen einer Schwalbe und dann einen Elfmeter wegen Handspiels, den Dejan Bozic verwandelte. Weil Jongmin Seo nach dem 1:2 provozierte, schickte ihn der Schiedsrichter ebenfalls vorzeitig vom Platz. Die Stimmung brodelte und bekam nochmal Feuer, als der Unparteiische in der 90. Minute ein weiteres Mal auf den Elfmeterpunkte zeigte, diesmal für Zwickau – Maximilian Somnitz traf zum erneuten Ausgleich. In der Nachspielzeit brannte es nochmal vor dem Gästeblock und dem Chemnitzer Tor. Doch das Siegtor fiel im Gegensatz zu dem legendären Match in der dritten Liga nicht – damals hatten die Zwickauer im 900-Jahre-Sondertrikot das Spiel gedreht und 3:2 gewonnen.  

Audio:

Kapitän Mike Könnecke:
Elfmeter-Torschütze Maximilian Somnitz: