FSV dreht 0:2-Rückstand gegen Lok und gibt Rote Laterne ab
„Wer Drama will, der geht zum FSV!“ Dieser Slogan steht auf der Homepage des FSV – die Zwickauer Mannschaft hat ihn am Samstagnachmittag wahr gemacht, sie hat dieses Versprechen mit einem Wahnsinnsspiel gehalten: Die Rot-weißen lagen kurz nach dem Seitenwechsel 0:2 zurück und besiegten Lok Leipzig am Ende mit dem 3:2 in der Nachspielzeit. Der erste Sieg nach über drei Monaten war perfekt und der FSV rückte in der Tabelle nach oben auf Platz 16.
In der 47. Minute schien der FSV mausetot. Lok hatte kurz vor der Pause getroffen und kurz danach erneut. Eiskalt hatten die Leipziger ihre Chancen genutzt und lagen aus ihrer Sicht dank ihrer Cleverness vorn. Die erste Halbzeit hatte an sich Zwickau gehört. Der FSV hatte das Spiel im Wesentlichen unter Kontrolle und auch Tormöglichkeiten; es wurde geflankt, aufs Tor geschossen, geköpft, aber wie so oft ohne zählbaren Erfolg. Die Tore machte Lok.
Doch auch diesmal gab sich der FSV nicht auf. Schon wenige Minuten nach dem 0:2 köpfte Lucas Will ein. Wieder wenigstens ein 2:2 wie zuletzt gegen Greifswald und Eilenburg? Die Mannschaft lief an, kam zu mehreren Torchancen, wobei mindestens einmal das 1:3 drohte, aber kein Leipziger den Deckel draufmachte. In der 84. Minute sorgte dann der eingewechselte Veron Dobruna mit einem überlegten Abschluss aus Nahdistanz für den Ausgleich. Und dann wurde es richtig dramatisch: Erst säbelte Lucas Albert in aussichtsreicher Position über den Ball und dann machte es Fußballgott Marc-Philipp Zimmermann, das 3:2. Er wollte es und jagte den Ball in der 92. Minute aus acht Metern über den Keeper in die Maschen. Ein Tor für die FSV-Geschichtsbücher.