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Für das Eisenwerk öffnet sich die Tür für ein zweites Leben

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Seit Mitte der 90er Jahre liegt das ehemalige Zwickauer Eisenwerk brach, verfällt und wächst zu. Nun gibt es einen ernsthaften Investor: Er will die Altlasten beseitigen und auf dem Gelände zwei Möbelhäuser betreiben. Der Stadtrat sollte dieses Vorhaben im September behandeln –  und ablehnen, so der Vorschlag der Verwaltung. Jetzt soll diese Woche darüber entschieden werden, hinter verschlossenen Türen.

Nach Unterlagen, die uns vorliegen, sollen zwei Möbelhäuser entstehen: ein großes Haus mit Vollsortiment und Restaurant und ein kleineres mit Trendmöbel. Die Stadtverwaltung schlägt, wie gesagt, vor, die Umwandlung des Eisenwerks in Möbelhäuser abzulehnen. Sie ist der Auffassung, dass unter anderem dem Einzelhandelskonzept von 2023 widerspricht. Es wird eine Belastung gesehen für bestehende Möbelhändler und auch für die Innenstadthändler, weil zum Sortiment auch Waren gehören, die innerhalb des Rings angeboten werden.

Ob sich der Stadtrat hier anschließt, ist fraglich. Das Thema wurde mehrfach vertagt. Und es gibt eine Empfehlung vom Bauausschuss, diese Entwicklung des Standortes zuzulassen. Den Antrag hatte die CDU-Fraktion eingereicht; sie befürwortet das Vorhaben. Es wird darauf hingewiesen, dass bis zu sieben Millionen Euro investiert werden sollen, um die Altlasten aus der Welt zu schaffen. Und es wird davon ausgegangen, dass diese Möbelhäuser entstehen – wenn nicht in Zwickau, dann in der Nähe.