• Licht aus im Rathaus: Laut Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel soll jedoch nicht nur dort künftig Energie gespart werden.

Gas- und Energiekrise: Zwickau stellt Sparmaßnahmen vor

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Angesicht der Gas- und Energiekrise will die Stadt Zwickau verschiedene Sparmaßnahmen ergreifen. Wie Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel sagte, werde beispielsweise in Schulen und Kitas das Warmwasser abgestellt - zumindest dort, wo es nicht zwingend benötigt wird. Das betreffe auch alle Verwaltungsgebäude der Stadt sowie Museen. Hier wurde zudem bereits die Beleuchtung soweit wie möglich reduziert. 

Einfach alles abschalten könne man jedoch nicht, so Queck-Hänel. Wenn die Beleuchtung fehle, könnten Angstorte entstehen und die Innenstadt werde unattraktiv für Besucher. Das Thema müsse deshalb sensibel behandelt werden. 

Jetzt im Sommer sollen außerdem die Klimaanlagen nur noch bedingt für Abkühlung sorgen. So werden beispielsweise Büros nur noch bis auf 26 Grad abgekühlt. Ausnahmen gelten für die Berufsfeuerwehr und den Bürgerservice. Hier dürfen es wegen der Arbeitsbedingungen 24 Grad sein.

Wenn der Herbst kommt, soll die Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden bei maximal 20 Grad liegen -  auch in Schulen und Kitas. Ein Feldversuch dazu laufe seit April in der Nicolaischule, sagte Liegenschafts- und Hochbauamtsleiter Christoph Kaufmann. Dort wurden die Heizkörper mit Steuerelementen versehen, die die Räume nur dann auf die entsprechende Temperatur bringen, wenn sie auch benutzt werden.

Die Stadt hofft, mit den Maßnahmen bis zu 10 Prozent Energie einzusparen. Insgesamt eine Million Euro sollen in den kommenden fünf Jahren für weitere Sparmaßnahmen aufgewendet werden.

Audio:

Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel im Interview
Liegenschafts- und Hochbauamtsleiter Christoph Kaufmann zum Feldversuch in der Nicolaischule