Gemischte Gefühle bei Gastronomen in Zwickau
Nachdem Biergärten, Restaurants und Hotels wochenlang dicht waren, sollen sie nun am 15. Mai wieder öffnen dürfen. Neben Erleichterung gibt es aber nach wie vor Existenzängste. Darauf macht die Initiative „Leere Stühle“ seit Wochen bundesweit aufmerksam – auch in Zwickau.
Am Freitag gab es eine weitere Aktion auf dem Hauptmarkt. Dort haben etwa 40 Teilnehmer mehr als 300 Stühle aufgestellt und symbolisch den Löffel abgegeben.
Die Branche klagt darüber, dass Mitarbeiter und Miete in voller Höhe bezahlt werden müssten, man aber wahrscheinlich nur etwa 20 bis 30 Prozent des regulären Umsatzes erwirtschaften könne. Für die Veranstalter gebe es bisher noch gar keine Perspektive. „Daher fordert die Initiative einen Rettungsschirm vom Bund“, sagte Andreas Saller vom Gasthaus 1470 in Zwickau.
Sachsens Regierung hatte am Mittwochabend angekündigt, dass Kneipen, Biergärten und Restaurants in Sachsen ab dem 15. Mai unter strengen Hygiene-Auflagen wieder öffnen dürfen - sowohl Innen- als auch Außenbereiche. Unter anderem muss zwischen den Tischen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden, die Bedienung muss Mundschutz tragen und die Speisekarten sollen abwischbar sein.