Gefängnisgegner vor Gericht offenbar chancenlos
Die Bürgerinitiative gegen die JVA in Zwickau-Marienthal hat vor Gericht offenbar schlechte Karten. Sie klagt ja gegen die Stadt, weil sie das Gefängnis verhindern will. Der Vorsitzende Richter am Verwaltungsgericht in Chemnitz sagte zum Auftakt der Verhandlung am Mittwoch, nachdem schon zwei Eilanträge gescheitert waren, habe der Kläger nichts Neues vorgetragen.
Der Richter wies darauf hin, dass der Verkauf des JVA-Grundstücks an das Land durch ein Bürgerbegehren nicht rückgängig gemacht werden kann. Das jedoch verlangt die Bürgerinitiative. Sie hatte 2013 bereits mehr als 10.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid gesammelt, den die Zwickauer Stadträte aber nicht erlaubten.
Das Urteil wird den Streitparteien voraussichtlich am Donnerstag schriftlich zugestellt.
Sachsen und Thüringen wollen ab dem kommenden Jahr in Zwickau ein gemeinsames Gefängnis bauen.