Gefängnispläne noch unkonkret
Das Gefängnis in Marienthal soll in etwa so gebaut werden wie das in Dresden. Die JVA in der Landeshauptstadt sei das gedankliche Vorbild, sagte ein Vertreter des Justizministeriums am Dienstagabend auf einem Bürgerforum in der Neuen Welt. Es gebe viele Übereinstimmungen. Auf etwa 800 Insassen kämen in Dresden knapp 100 Besucher täglich. Diese Werte seien vergleichbar. Etwa 180 Zwickauer wollten sich in der Neuen Welt über den Bebauungsplan informieren, mussten aber feststellen, dass der noch nicht wirklich aussagekräftig ist. Denn bis ein Architekt tatsächlich eine Feinplanung machen wird, vergehen noch Monate, wurde deutlich. Nächstes Jahr soll zunächst der Abriss auf dem RAW-Gelände weitergehen; Baubeginn wohl 2017, Eröffnung der gemeinsam mit Thüringen betriebenen JVA 2019.
Die Besucher nutzten den Abend in sehr ruhiger Athmosphäre dann auch, um Sicherheits- oder andere Fragen zu stellen. Gehen von Freigängern Gefahren aus? Wie steht es um nächtlichen Lärm? Nehmen die Häftlinge dem Handwerk Aufträge weg? Denn immerhin werden mehr als 600 Insassen in Werkstätten auf dem Gefängnisgelände einer Arbeit nachgehen. All diese Sorgen seien unbegründet, so der Mann vom Ministerium.