Geflügelpest erreicht die Lausitz
Corona, Schweinepest, Borkenkäferplage und jetzt noch das: Die Geflügelpest hat die Lausitz erreicht. Der Erreger wurde im Bestand eines Hobbytierhalters im Landkreis Spree-Neiße festgestellt. Zuvor hatte der Züchter erhöhte Verluste beklagt. Im Labor wurde der Erreger H5N8 diagnostiziert. Daraufhin sperrte das Veterinäramt den Stall und ließ das Geflügel keulen. Ein Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern um den Hof wurden eingerichtet.
Das Geflügelpestvirus war in diesem Herbst bisher bei vier Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen worden. Das Ministerium hatte Mitte Dezember Stallpflicht angeordnet. Dem Bundeslandwirtschaftsministerium zufolge ist eine Übertragung der Infektion auf den Menschen bisher nicht bekannt.
Olaf Lalk, Beigeordneter des Landkreises Spree-Neiße: „Mit dem Land Brandenburg und dem Krisenzentrum stehen wir in engem Austausch und nutzen die bereits etablierten Prozesse des Krisenmanagements der Afrikanischen Schweinepest.“