Geplantes Einheitsdenkmal in Leipzig entwickelt sich zu Finanzdebakel
Das Wettbewerbsverfahren zum geplanten Leipziger Einheits- und Freiheitsdenkmal könnte sich für die Stadt zu einem Finanzdebakel entwickeln. Nächste Woche ist ein Krisengipfel mit Rathausspitze, Freistaat und Bund geplant. Dabei soll es auch um einen möglichen Abbruch des Verfahrens gehen. Dies teilte Oberbürgermeister Jung auf eine Anfrage der LINKE-Fraktion mit. In diesem Fall wären 450.000 Euro in den Sand gesetzt. Auf diese Summe belaufen sich die bisherigen Kosten des Verfahrens. Wer sie im Ernstfall trägt, ist aber noch unklar.Ebensogut könne bei dem Gespräch aber auch weiter um die Realisierung gerungen werden. Bund und Freistaat bestimmen mit, weil sie das Denkmal mit 6,5 Millionen Euro finanzieren wollten. Nach dem Gespräch soll eine Vorlage für den Stadtrat erarbeitet werden. Das Denkmal sollte ursprünglich diesen Herbst zum 25-jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution fertig sein, jedoch prägten Querelen um den Standort und juristische Auseinandersetzungen um die Entwürfe das Verfahren.