Geplantes Großgefängnis in Zwickau offenbar auf der Kippe
Um den geplanten "Superknast" von Sachsen und Thüringen gibt es neuen Ärger. Medienberichten zufolge steht die Zweiländerhaftanstalt offenbar auf der Kippe.Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hatte in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung" gesagt, dass sein Land wegen der Ungewissheit einen eigenen Weg gehen will. Demnach soll die bereits bestehende JVA Hohenleuben weiterentwickelt werden. Dafür würde man auch auf Haftplätze in Zwickau verzichten. Komplett zurückziehen aus dem Projekt wolle man sich aber noch nicht.
Unterdessen haben die Grünen im Landtag von Sachsen gefordert, ganz aus dem Projekt "Superknast" auszusteigen, wenn Thüringen den Bau nicht mehr für dringend notwendig hält. Gleichzeitig wurde Justitzminister Sebastian Gemkow (CDU) der Vorschlag nahe gebracht, über eine abgespeckte Gefängnis-Version in Zwickau nachzudenken - mit nur 450 Haftplätzen. Dann sei auch die Gefahr kleiner, dass sich kriminelle Bandenstrukturen bilden. Alle zehn Gefängnisse in Sachsen sind derzeit voll belegt mit rund 3.500 Häftlingen.