Gerätehaus Zwickau-Marienthal: mehr Kosten, weniger Platz

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Das neue Gerätehaus der Marienthaler Feuerwehr sorgt für Diskussionen. Der Stadtrat soll am Donnerstag beschließen, dass bei dem Vorhaben knapp eine Million Euro drauflegt wird. Damit es aber nicht noch teurer wird, wurden die Baupläne abgespeckt.

Ursprünglich waren für den Neubau an der Hoferstraße 3,1 Millionen vorgesehen. Dieser Betrag steht im Vorhabensbeschluss von August 2018. Eine Krux war prinzipiell bekannt: die Altlasten der früheren Ziegelei. Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass der Boden noch mehr belastet ist. Vor allem aber sind die Entsorgungskosten in die Höhe gegangen. Dasselbe gilt für die Kosten im Baugewerbe. Nach einer Ausschreibung hätte das Gerätehaus 4,3 Millionen gekostet.

Die Stadt ruderte zurück und ließ die Pläne überarbeiten. Im Ergebnis soll jetzt Beschluss zum Gerätehaus geändert werden. Die Kosten werden auf 3,98 Millionen Euro hochgesetzt. Das Gebäude wird aber eine Nummer kleiner: statt 6.800 Quadratmeter sind nun 5.300 bei der Kubatur vorgesehen. Es muss aber kein Fahrzeug im Freien stehen, sondern die eigene Werkstatt soll wegfallen.

Die Erdarbeiten sollen im März kommenden Jahres beginnen. Die Übergabe ist für Ende 2022 geplant.

Update Donnerstag: Zum Neubau des Gerätehauses für die Marienthaler Feuerwehr ist nichts entschieden. Die Pläne werden noch einmal in den zuständigen Ausschüssen beraten, setzte der Stadtrat am Donnerstag durch. Redner mehrerer Fraktionen kritisierten, bei der Suche nach Alternativstandorten nicht einbezogen worden zu sein, nachdem klar war, dass der Standort Hoferstraße Probleme macht. Altlasten im Boden hatten für massive Kostensteigerungen schon in der Planungsphase gesorgt, weshalb am Gerätehaus gespart werden sollte.