Gericht verhängt Gefängnisstrafen im Rockerprozess
Im Rockerprozess vorm Landgericht sind am Dienstag die Urteile gefallen. Drei Männer kamen mit Bewährung davon. Der Hauptangeklagte Marcus F. erhielt eine Freiheitsstrafe in Höhe von anderthalb Jahren. Sein Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Mitangeklagten verzichteten noch im Gerichtsaal auf eine Revision.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die vier Plauener Gremium-Rocker vor knapp zwei Jahren von einem Mitglied ausstehende Beiträge eintreiben wollten: 250 Euro. Es setzte Schläge und Fußtritte. Als das Opfer ein Ultimatum erhielt, ging es zur Polizei.
Verurteilt wurde das Quartett wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und versuchter Nötigung. Der Vorwurf der Geiselnahme wurde im Laufe der Verhandlung fallengelassen.
Der 32-jährige Haupttäter ist mehrfach einschlägig vorbestraft und verbüßt bereits eine Haftstrafe. Außerdem wird ihm derzeit in Cottbus der Prozess gemacht wegen versuchten Mordes. Den aktuellen Richterspruch quittierte er mit einem breiten Grinsen.