Gewandhaus erhält graue Fassade
Anfang Dezember beginnt die Sanierung des Gewandhauses. Bis Februar 2019 soll es komplett erneuert werden. Gut 14 Millionen Euro werden veranschlagt, mehr als die Hälfte davon steuern Bund und Land bei. Das teilte die Stadt am Montag mit, nachdem der Fördermittelbescheid eingegangen ist. Im Inneren des knapp 500 Jahre alten Hauses wird kaum etwas so bleiben, wie es war. Äußerlich halten sich die Veränderungen in Grenzen. Allerdings wird die Fassade nicht mehr rotweiß sein, sondern sehr wahrscheinlich grau, sagte Denkmalschützerin Steffi Haupt vor Journalisten: „Aber auch das kann sehr elegant aussehen.“ Untersuchungen hätten ergeben, dass das Gewandhaus früher so aussah.
Bevor die eigentlichen Arbeiten am Haus beginnen, kommen die Archäologen an die Reihe. Mit spektakulären Funden rechnet man nicht in der Denkmalbehörde. Es werde auch nur dort gegraben, wo Arbeiter sowieso Fundamente freilegen oder etwa Leitungen verlegen müssen, sagte Steffi Haupt.
Das Bauamt will jetzt die Ausschreibungen vorbereiten und erhofft sich über den Winter günstigere Angebote als in der Bausaison im Sommer. Dennoch müsse man auf unangenehme Überraschungen gefasst sein, sagte Amtsleiter Mirko Richtsteiger. Denn Baufirmen hätten wegen der starken Konjunktur gut zu tun.
Wie alle Zwickauer hofft Richtsteiger, dass die Fassade des Gewandhauses 2018 fertig ist. Dann erwartet Zwickau viele Gäste zur 900-Jahr-Feier.