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Gewerkschaft droht mit Warnstreiks im Regionalverkehr

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Dem öffent­li­chen Regio­nal­ver­kehr in Sachsen stehen mögli­cher­weise Warnstreiks bevor. Die Gewerk­schaft Verdi drohte am Mittwoch mit Arbeits­nie­der­le­gungen, wenn die Arbeit­geber in der zweiten Verhand­lungs­runde am Freitag für die Beschäf­tigten regio­naler Verkehrs­un­ter­nehmen kein neues Angebot vorlegen. „Erhalten wir dieses nicht, können wir Warnstreiks zur Durch­set­zung unser berech­tigten Forde­rungen nicht mehr ausschließen“, hieß es. Verhand­lungs­partner ist die Arbeit­ge­ber­ver­ei­ni­gung öffent­li­cher Nahver­kehrs­un­ter­nehmen mit Sitz in Hannover. Unklar blieb, wie viele Beschäf­tigte betroffen sein könnten und wann mit Warnstreiks zu rechnen ist. Verdi fordert rückwir­kend zum 1. März sieben Prozent mehr Lohn, was bei Busfah­rern ein Plus von 80 Cent pro Arbeits­stunde ausmacht. Lehrlinge sollen im ersten Ausbil­dungs­jahr 750 Euro erhalten, was sich über die Schritte 800 Euro und 850 Euro im vierten Ausbil­dungs­jahr auf 900 Euro erhöhen soll. Die Laufzeit des Tarif­ver­trages soll bei 12 Monaten liegen. Die Arbeit­geber hätten dagegen eine Laufzeit von 36 Monaten und ein „inakzep­ta­bles Angebot“ vorge­legt. Laut Arbeit­ge­ber­ver­ei­ni­gung soll die Vergü­tung ab März 2017 um 2,1 Prozent (24 Cent pro Stunde) steigen. Weitere Anhebungen von jeweils 2,0 Prozent sind für März 2018 und März 2019 vorge­sehen. Laut Gewerk­schaft erhalten Busfahrer im sächsi­schen Linien­ver­kehr zu Beginn ihres Tätig­keit derzeit einen Stunden­lohn von 11,41 Euro.