• Symbolbild © Ralph Köhler/propicture

    Symbolbild © Ralph Köhler/propicture

Gewerkschaft NGG wirft Haribo Corona-Ausreden vor

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Das Unternehmen Haribo hat sich erneut zu den Gründen der Werksschließung in Wilkau-Haßlau geäußert. Im Bonner General-Anzeiger, der in der Region der Unternehmenszentrale in Grafschaft erscheint, nannte der Süßwarenhersteller plötzlich auch die Corona-Pandemie als Grund für die Schließungspläne. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zeigte sich darüber verärgert.

„Dass die Unternehmensführung nun noch Corona ins Spiel bringt, ist traurig und macht wütend. Anders als andere Unternehmen ist Haribo wirtschaftlich gesund, der Standort in Wilkau-Haßlau verzeichnete die vergangenen Jahre steigende Umsätze und führte mehr Gewinn an das Mutterunternehmen ab. Statt neue Scheingründe heranzuziehen, muss der Schließungsbeschluss zurückgenommen und Gespräche über die Zukunft des Werkes geführt werden“, fordert NGG-Sprecher Thomas Lißner.

Für das kommende Wochenende hat die Gewerkschaft eine Kundgebung angekündigt. Sie soll am Samstag, 14 Uhr, auf dem Kornmarkt in Zwickau stattfinden. Die Online-Petition gegen die Schließung zum Jahresende hat bereits rund 11.000 Unterstützer. In dem Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau arbeiten 150 Menschen.

Update vom 17.11.20: Die Kundgebung wurde auf den Platz der Völkerfreundschaft verlegt.