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Glauchauer Straße wird keine Sackgasse, sondern verlegt

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Beim Thema „Erweiterung des VW-Werks“ gibt einen Kompromiss. Volkswagen Sachsen kann in Richtung Westen expandieren, und die Glauchauer Straße wird in Höhe von VW neu gebaut – sie wird verlegt und verläuft künftig zwischen der B 175 und dem neuen Teil des Werksgeländes. Das geht aus Unterlagen der Stadt hervor.

Im Ortschaftsrat Mosel wird am 7. Juni der neue Entwurf für den Bebauungsplan 116 vorgestellt und beraten. Dieser B-Plan regelt die geplante Erweiterung des VW-Werks in Richtung B 175. Bisher war vorgesehen, die Glauchauer Straße kurz vor VW „abzuhacken“, sie zur Sackgasse zu machen. Dadurch könnte Norma Kunden in Größenordnung verlieren, sodass der Markt womöglich geschlossen wird, befürchteten Einwohner von Mosel.

VW veranlasste daraufhin eine Verkehrszählung. „Im Ergebnis von März 2021 wurde nachgewiesen, dass diese Kreisstraße insbesondere stadtauswärts noch durch PKW und ÖPNV genutzt wird und damit weiterhin eine Verkehrsbedeutung hat“, heißt es in der Beschlussvorlage des Stadtplanungsamtes.

Weiter wird die Glauchauer Straße „in voller Länge“ benötigt, also bis zur B 175, wenn der Tunnel der Schnellstraße im Havarie- oder Wartungsfall gesperrt wird. Als Umleitung war ein breiter Rad- und Gehweg im Gespräch. Hier wurde unter anderem kritisiert, dass das gerade für LKW nicht ausreicht.

Das Resultat der Diskussionen und Untersuchungen sind Veränderungen im Entwurf für den Bebauungsplan – eben ein neues Stück Glauchauer Straße am westlichen Rand des künftigen VW-Geländes, genauso breit wie eine Kreisstraße sein muss und mit Anschluss an die B 175. Der Stadtrat soll über den neuen Entwurf Ende Juni entscheiden. Danach werden die Änderungen und Ergänzungen neu ausgelegt. Bis zum Baurecht ist es noch ein Stück.