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Großaufgebot: Polizisten sichern Zwangsräumung in Zwickau-Eckersbach ab

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In Zwickau-Eckersbach läuft seit Dienstagmorgen ein Großeinsatz der Polizei. Etwa 40 Einsatzkräfte sichern eine vom Amtsgericht angeordnete Zwangsräumung ab. Mehrere Rettungswagen sind vorgefahren.

Es geht um ein Wohnhaus in der Karl-Marx-Straße, das dem Zwickauer SPD-Chef Mario Pecher gehört. Darin wohnen seine Eltern, die er aus dem Haus geklagt hat. Wohin sie gebracht werden, konnte ein Polizeisprecher vor Ort nicht sagen. Er verwies auf die Sprecherin des Amtsgerichtes. Sie war bisher für uns nicht erreichbar. Mario Pecher wollte nicht mit uns reden. Weil im Haus auch ein Hund lebt, sind Tierretter mit vor Ort. Wie lange der Einsatz dauern wird, ist unklar.

Der Familienstreit dauert schon Jahre, Waltraud Pecher hatte den Zwist immer wieder öffentlich gemacht. Schon vor gut zwei Jahren hatte Mario Pecher die Gaststätte „Sternblick“, die seine Mutter auf dem Grundstück führte, nach einer Zwangsräumung abreißen lassen.

Update 13 Uhr: Sibylle Peters, Sprecherin des Amtsgerichtes, sagt, dass gegen die Pechers ein Versäumnisurteil ergangen war, weil sie auf die Räumungsaufforderung vom 24. Januar 2019 nicht reagiert hatten. Auch gegen das Versäumnisurteil hatten sich die Beklagten nicht gewehrt. Die Zwangsräumung könne mehrere Tage dauern. Dem schwerkranken Vater sei ein Kurzzeitpflegeplatz angeboten worden, die Mutter müsse sich selbst kümmern.