- Die letzten Bewohner des Regenbogenhauses sind vor zwei Wochen ausgezogen.
- Laut Einsatzleiter Götze kam es immer wieder zu sogenannten "Durchzündungen".
- Menschen wurden nicht verletzt.
Feuer im Regenbogenhaus - Tatverdächtiger gefasst, Stadt plant Abriss
Nach dem Brand im früheren Regenbogenhaus in der Büttenstraße in Zwickau-Pölbitz gibt es einen Tatverdächtigen. Ein 43-Jähriger soll das Feuer gelegt haben. Er hatte sich in der Nähe der Baracke aufgehalten, wie Polizeisprecherin Christina Friedrich unserem Sender sagte.
Zu Informationen, wonach es sich bei dem Tatverdächtigen um einen früheren Bewohner der Obdachlosenunterkunft handelt, wollte sich Friedrich nicht äußern. Der Mann wurde nach einer Nacht in Polizeigewahrsam in ein Krankenhaus gebracht. Am Gebäude, das völlig ausbrannte, entstand laut Friedrich Sachschaden in niedriger sechsstelliger Höhe.
Unterdessen bereitet die Stadt den Abriss vor. Wie es aus dem Rathaus hieß, wird die Baracke in den kommenden Tagen zunächst mit Bauzaun gesichert und beräumt. Danach werden die Kosten ermittelt, bevor die Abbruchleistung ausgeschrieben wird.
Nach Pfingsten waren die letzten der insgesamt 19 Bewohner der Obdachlosenunterkunft in ein ehemaliges Lehrlingswohnheim an der Erlmühlenstraße gezogen. Betreuerin Kerstin Täuber ist mit gewechselt.
Erstmeldung von Montagmorgen, 6 Uhr:
Im ehemaligen Obdachlosenheim „Zum Regenbogen“ in Zwickau-Pölbitz hat es am Sonntagabend gebrannt. Kurz nach 23 Uhr wurde die Feuerwehr auf die Büttenstraße gerufen. „Wir wurden zu einem Vollbrand alarmiert. Als wir vor Ort eintrafen, bestätigte sich das nicht. Aber es schlugen Flammen aus dem Gebäude“, sagte der Einsatzleiter Kai Götze unserem Reporter vor Ort.
Weil es zunächst die Information gab, dass sich noch Personen in dem Objekt befinden könnten, wurde alles mehrfach intensiv durchsucht. „Glücklicherweise haben wir keine Person gefunden“, so Götze. Auch das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde niemand. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch unklar. Brandursachenermittler der Kripo haben noch während des Einsatzes mit ihrer Arbeit begonnen.
Insgesamt waren 63 Kameraden der Berufsfeuerwehr Zwickau und der Freiwilligen Wehren aus Auerbach, Crossen, Zwickau Mitte und Schneppendorf sowie der Rettungsdienst mit fünf Einsatzkräften vor Ort.


