++ EIL ++

Großer Gesprächsbedarf bei Kindern und Jugendlichen

Zuletzt aktualisiert:

Ende Januar fand die Stadt eine Möglichkeit, ihre Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche einen Türspalt zu öffnen: Sie laden zu Einzelgesprächen ein. Drei Wochen später teilte uns das Sozialamt mit: Das Angebot wird mittlerweile sehr gut angenommen.

Nicht alle Einrichtungen sind ausgebucht. Das Freizeitzentrum Marienthal konnte sich allerdings vor Anfragen kaum retten – die fünf Mitarbeiter haben ihre Sprechzeit am Nachmittag verlängert, um alle Terminwünsche erfüllen zu können.

Der Gesprächsbedarf sei aus verschiedenen Gründen sehr hoch, so das Sozialamt: „Nicht zuletzt fehlen den Kindern und Jugendlichen ihre sozialen Kontakte und ein regulärer Tagesablauf. Aber auch die schulische Thematik spielt eine Rolle - einige Kinder haben massive Probleme, sich für das Homeschooling zu motivieren oder vorgegebene Aufgaben zu erledigen.“

Anderthalb Stunden nehmen sich die Mitarbeiter in Marienthal Zeit für jedes Kind, jeden Jugendlichen. Sie hören den Schülern zu, geben Impulse, helfen auf die Sprünge. Und sie sprechen mit den Schulsozialarbeitern und nehmen Kontakt zu den Eltern auf.

Audio: