Großrazzia gegen Hooligans - fünf Tatverdächtige in U-Haft

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+++ Update 22.07., 16:30 Uhr +++

Die heute durchgeführten Exekutivmaßnahmen sind nunmehr abgeschlossen, wie die Polizei mitteilte.

Bei den Durchsuchungen von 56 Wohnungen in Sachsen und Brandenburg wurden umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, u. a. 53 Handys, Tablets oder sonstige Speichermedien, 42 Kleidungsstücke (insbesondere Jacken und Pullover), Pyrotechnik (La Bomba, Nebeltöpfe und Bengalos), Substanzen zur Herstellung von Pyrotechnik (eine Dose Magnesiumpulver, eine Dose Schwefel und eine Dose Blitzknallersubstanz), ein Taser, ein als Schlüssel getarntes Messer sowie Attrappen einer Panzerfaust und einer Stabhandgranate. Die Blitzknallersubstanz musste aufgrund ihrer Explosivität heute in der Diensthundeschule Naustadt kontrolliert gesprengt werden.

Gegen sechs dringend tatverdächtige Deutsche im Alter von 20, 22, 23, 30, 31 und 33 Jahren hatte der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dresden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden Haftbefehle erlassen. Fünf dringend tatverdächtige Beschuldigte (20, 22, 23, 31 und 33 Jahre) wurden heute festgenommen. Vier der Beschuldigten (20, 23, 31 und 33 Jahre) wurden dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dresden vorgeführt. Der fünfte Beschuldigte (22 Jahre) befindet sich bereits in anderer Sache in Untersuchungshaft. Die Untersuchungshaft in diesem Verfahren wird hier als Überhaft notiert werden. Ein sechster dringend tatverdächtiger Beschuldigter (30 Jahre) aus Brandenburg hat sich heute Nachmittag mit seinem Verteidiger selbst gestellt. Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dresden hat die Haftbefehle gegen vier Beschuldigte (20, 23, 30 und 31 Jahre) eröffnet und in Vollzug gesetzt. Der Haftbefehl gegen den 33-jährigen Beschuldigten wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Fünf dringend tatverdächtige Beschuldigte befinden sich nunmehr in Untersuchungshaft.
 
Im Laufe der Ermittlungen führte die Polizei Dresden zwei Öffentlichkeitsfahndung durch. Von den insgesamt 40 gesuchten Tatverdächtigen sind mittlerweile 28 Beschuldigte eindeutig identifiziert.

 

+++ Update 22.07., 14:40 Uhr +++

Bei den Durchsuchungen sind am Donnerstag fünf dringend Tatverdächtige festgenommen worden. Ein sechster Beschuldigter habe angekündigt, sich im Laufe des Tages stellen zu wollen, so Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt. Die Haftvorführung dauere noch an.

Den bereits vorbestraften Männern werden Landfriedensbruch in besonders schwerem Fall, gefährliche Körperverletzung und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Außerdem sollen sie eine aktive Rolle bei den Ausschreitungen am Rande des Dynamo-Spiels am 16. Mai gespielt haben, an den Angriffen auf Polizisten beteiligt gewesen sein und Glasflaschen und andere Gegenstände geworfen haben.

56 Wohnungen sind seit dem frühen Morgen in Sachsen und Brandeburg durchsucht und zahlreiches Beweis Beweismaterial sichergestellt worden, wie Kleidung, Pyrotechnik und Material zu deren Herstellung, Waffenattrappen sowie 46 Handys und Tablets.


Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen beim Dynamo-Aufstiegsspiel gibt es eine Großrazzia. Die Ermittlungen richten sich gegen 70 Personen wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden mitgeteilt haben, werden 56 Wohnungen in Sachsen und Brandenburg durchsucht. Die meisten befinden sich in Dresden und Umgebung. Rund 800 Polizisten sind im Einsatz. Ziel der Durchsuchungen ist es, Beweismittel sicherzustellen, insbesondere Tatkleidung, Mobiltelefone und Pyrotechnik.

Zu Beginn des heutigen Einsatzes wurden vier dringend tatverdächtige Deutsche im Alter von 20, 22, 23 und 31 Jahren festgenommen. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, bei den Ausschreitungen eine aktive Rolle eingenommen und Glasflaschen oder andere Gegenstände gegen Polizeibeamte geworfen zu haben. Sie sollen im Laufe des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dresden vorgeführt werden.