Lernplattform bricht nach Hackerangriff zusammen
Die sächsische Online-Lernplattform „Lernsax“ ist am Montag zusammengebrochen. Ursache ist laut Kultusministerium ein massiver Hackerangriff auf eine andere Lernplattform, die mit der gleichen Technologie und im gleichen Rechenzentrum betrieben wird. Dadurch werde auch indirekt die Leistungsfähigkeit von LernSax in Mitleidenschaft gezogen, heißt es in einer Mitteilung bei Twitter.
Lernsax selbst sei nicht attackiert worden, hieß es. Die eingeschränkte Funktionsfähigkeit des Portals sei ein Kollateralschaden des Hackerangriffs. Im Kultusministerium arbeitete man den ganzen Tag mit Hochdruck daran, dass LernSax wieder reibungslos funktioniert. Am Montagnachmittag sollte das Problem behoben sein.
Seit Montag sind die Schulen in Sachsen wegen des verschärften Lockdowns bis voraussichtlich 10. Januar geschlossen. Die Schüler sind laut Ministerium in häuslicher Lernzeit. Lernsax ist vor allem während der Corona-Pandemie für Schüler und Lehrer eine wichtige Kommunikationsplattform, auf der über das Internet unter anderem Informationen ausgetauscht werden, Unterricht erteilt wird und Lernstoff multimedial abgerufen werden kann.
Letzte Woche hatten Hacker die Lernplattform angegriffen. Die Cyberattacke konnte abgewehrt werden. Am Montagmorgen hatte das Kultusministerium auf dem Kurznachrichtendienst über den erneuten Ausfall informiert. Dabei war zunächst ein Angriff auf das eigene System vermutet worden. Das wurde kurz darauf wiederrufen. Im Laufe des Tages klärte sich die Sache dann langsam auf. Die Tweets des Ministeriums gibt es hier zum Nachlesen:
❗️ LernSax | Wichtiger Hinweis: Vermutlich hat es erneut einen Hackerangriff auf die Lernplattform LernSax gegeben. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung und informieren umgehend. pic.twitter.com/tF5rj4VaKf
— Sächsisches Staatsministerium für Kultus (@Bildung_Sachsen) December 14, 2020
➡️ Update: Seit heute Morgen – und derzeit noch anhaltend – läuft ein massiver DDOS-Angriff auf eine der Lernplattform mit der gleichen Basistechnologie wie LernSax. Die Lernplattform wird im gleichen Rechenzentrum wie LernSax betrieben.
— Sächsisches Staatsministerium für Kultus (@Bildung_Sachsen) December 14, 2020
➡️ Update: Indirekt wird damit auch die Leistungsfähigkeit von LernSax in Mitleidenschaft gezogen. Die unzureichende Funktionsfähigkeit von LernSax ist somit ein Kollateralschaden des Hackerangriffs. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass LernSax wieder reibungslos funktioniert.
— Sächsisches Staatsministerium für Kultus (@Bildung_Sachsen) December 14, 2020
