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Halbjahresbilanz der Industrie: Umsätze weiter rückläufig

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Die für die Region so wichtige Industrie schwächelt. Die Halbjahreszahlen des Statistischen Landesamtes zum verarbeitenden Gewerbe bestätigen dieses Bild: Demnach sind die Umsätze im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich eingebrochen, und zwar um 14 Prozent. Besonders starke Rückgänge vermelden die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie die Autobauer und Kfz-Teile-Hersteller.

Auch die Auftragseingänge lassen nicht auf Besserung hoffen: sie liegen 25 % unter denen des ersten Halbjahres 2023. Dementsprechend negativ fielen auch die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der IHK Chemnitz aus. „Konjunkturelle Schwankungen sind normal. Problematisch wird es, wenn strukturelle Probleme vorliegen, die den Unternehmen der Region das Wirtschaften erschweren und die Zukunftsaussichten trüben.

Von der neuen sächsischen Regierung bedarf es daher eines klaren Bekenntnisses zum Industriestandort Südwestsachsen,“ erklärt Martin Witschaß, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Chemnitz. Man müsse verstehen, dass die industrielle Stärke unserer Region auch die Dienstleister stützt, so Witschaß weiter. „Wenn die Industrie schwächelt, trifft das auch die unternehmensnahen Dienstleister, die beispielsweise IT-, Planungs- oder Beratungsdienste anbieten.“