Handball-Bundesliga: Meister Ludwigsburg pleite - So sieht’s in Zwickau aus
Paukenschlag in der Handball-Bundesliga der Frauen: Der amtierende Meister, die HB Ludwigsburg, ist insolvent und hat alle Spielerinnen freigegeben. Das hat der Verein auf seiner Homepage bekanntgegeben.
Kritik am Verband
„Es ist ein Schock für uns alle. Die Verantwortlichen im Verband sollten sich fragen, ob “höher, schneller, weiter und glamouröser„ noch das Credo sein könne oder nicht die sportlichen und wirtschaftlichen Belange der Vereine im Fokus stehen sollten“, kommentierte BSV Sachsen Zwickau-Trainer Norman Rentsch die Nachricht über den „Leuchtturm“ der 1. Bundesliga. Er spricht aus eigener Erfahrung von seiner Zeit beim HC Leipzig, der trotz seiner Erfolge 2017 Insolvenz anmelden musste. Damit verbunden war auch der Abstieg in die dritte Liga.
Kleiner Etat, kleiner Kader
Rentsch hat aus der Situation viel gelernt: „Wir werden uns in Zwickau wirtschaftlich nicht verbiegen, nur um erfolgreich zu sein!“ Der BSV Sachsen ist eins der Teams, die den kleinsten Etat in der Bundesliga haben. „Wir versuchen deshalb mit einem kleinen Kader auszukommen“, erklärte Rentsch. Das könne aber auf Dauer keine Lösung sein.
Konsequenzen noch unklar
Welche Auswirkungen die Insolvenz der HB Ludwigsburg auf die neue Saison hat, ist noch unklar.