Haribo hält an Werksschließung in Wilkau-Haßlau fest

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Haribo bleibt dabei: Das Werk in Wilkau-Haßlau wird zum Jahresende geschlossen. „An dem Plan hat sich nichts geändert“, erklärte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Ziel sei es, mit dem Betriebsrat sozialverträgliche Lösungen für die Belegschaft zu finden. Zudem gebe es Gespräche, um die Stadt bei der künftigen Nutzung des Betriebsgeländes zu unterstützen.

Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sagte, bei Gesprächen zu einem Sozialplan für die rund 150 Beschäftigten sei noch keine Einigung in Sicht. „Wir liegen aktuell noch Welten auseinander.“ Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten und deutlich höhere Abfindungen.

Am Freitag ist eine Betriebsversammlung geplant, kommende Woche dann ein weiteres Gespräch mit der Unternehmensleitung in Rheinland-Pfalz. Am Sonntag wird für die Betroffenen in Wilkau-Haßlau ein Gottesdienst abgehalten, ein Lampionumzug vom Markt zum Werk soll sich anschließen.

Update 04.12.20: Für das Fabrikgebäude an der Haaraer Straße gibt es wohl mehrere Kaufinteressenten. Wie die Freie Presse berichtet, handele es sich um Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie aber auch von anderen Branchen. In den nächsten Wochen will Haribo dazu Gespräche führen. Auch Bürgermeister Stefan Feustel habe Kontakt mit einem Unternehmer aus der Region, der den Standort übernehmen würde. Wer es ist, blieb zunächst unklar.