Hartmannsdorfer: „Wilde Deponie“ muss in Ordnung gebracht werden!
Der Kiestagebau in Zwickau-Hartmannsdorf erregt die Gemüter. Von Mondlandschaft und von wilder Deponie ist die Rede. Die Ämter befassen sich mit dem Fall seit ein paar Monaten. Das erste Ergebnis: Der Eigentümer muss nun eine neue Planung vorlegen.
Im vorigen Herbst wurden am Rand des Tagebaus Bäume und Sträucher umgelegt. Das sorgte für Unmut. Die Einheimischen haben nun freien Blick auf eine Schutthalde. Nach den Beschwerden rückten das Bauordnungsamt der Stadt und das Umweltamt des Kreises an und verglichen das Flächenprofil, wie es Ende der 90er Jahre genehmigt wurde und wie es jetzt aussieht. Heraus kam, so Baubürgermeisterin Kathrin Köhler, dass „in Teilen zu hoch aufgefüllt wurde“. Gruben bekamen meterhohe Buckel obendrauf.
Der Eigentümer muss nun die Planung für die Wiedernutzbarmachung überarbeiten und die neue Fassung einreichen. Zu den Maßnahmen, die dort verlangt werden, gehören die Wiederaufforstung, die Hang- und Böschungssicherung und eine Geländeregulierung – es müsse ein sanfter Übergang geschaffen werden zwischen Hartmannsdorf und Kiesabbaustätte, so Kathrin Köhler. Was bei den Gruben zu viel aufgeschüttet wurde, wird nicht wieder weggebaggert, weil sich dort bereits Flora und Fauna entwickelt haben.
Roland Dressler, der sich gegen die - nach seinen Worten - wilde Deponie wehrt, ist skeptisch, ob das alles so kommt. Er erwartet von der Stadt, dass sie für diese Korrekturen sorgt. „Um die Gemeinde sind Deponien. Die sind alle saniert worden - für Millionen –, und wir möchten, dass das Gelände auch wieder in Ordnung gebracht wird - als Grünland oder als Waldfläche.“