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HBK-Neurochirurgie: Eine von zwei Spezialbehandlungen bleibt

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Im Streit um die am HBK-Standort Werdauer Straße in Zwickau angebotenen Spezialbehandlungen für seltene Erkrankungen gibt es einen Kompromiss: Eine der beiden in der Neurochirurgie angewendeten Heilmethoden wird fortgeführt. Das hat der Aufsichtsrat des städtischen Klinikums am Dienstag in einer zweiten Sondersitzung beschlossen.

Beendet wird demnach laut einer Mitteilung die Nanotherm-Therapie. Sie befinde sich noch im experimentellen Frühstadium und sei nicht zukunftsfähig. Anders wird die Thekaloskopie eingeschätzt. Man sehe Chancen, diese Behandlung mittelfristig weiterzuführen.

Und weiter heißt es: Sollten sich beide Spezialbehandlungen weiterentwickeln, werde den betreffenden Chefärzten die Möglichkeit eingeräumt, sich bis zu drei Monate im Jahr für Einsätze in anderen Kliniken beurlauben zu lassen.  

Update Mittwoch, 11:30 Uhr: Der DGB nennt den Kompromiss einen „taktischen Schachzug“, um Zeit zu schinden und die betroffenen Patienten zu beruhigen. „Dieser Beschluss nützt den Patienten, den Beschäftigten und unserer Region überhaupt nichts“, sagte Kreisvorsitzende Sabine Zimmermann.