Hohe Wahlbeteiligung in Sachsen - Schlangen vor Wahllokalen
Bei den Wahlen in Sachsen hat eine sich abzeichnende hohe Wahlbeteiligung zu teils langen Wartezeiten vor den Wahllokalen geführt. In den ersten sechs Stunden nach Öffnung der Wahllokale hatten am Sonntag 31,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz mit. Bei der Europawahl 2014 waren es bis 14.00 Uhr nur 25,3 Prozent gewesen. Insgesamt betrug die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren 49,2 Prozent. Über dem Durchschnitt lag dem Statistischen Landesamt zufolge die Wahlbeteiligung am Sonntag in den Städten Chemnitz mit 32,8 Prozent und Dresden mit 32,1 Prozent. In Leipzig waren bis 14.00 Uhr 30,1 Prozent der Wähler an den Urnen. Sowohl in Görlitz als auch in Dresden bildeten sich Schlangen. Es habe „eine Schlange wie zu DDR-Zeiten“ gegeben, berichtete ein Wahlhelfer in der Landeshauptstadt. Wartezeiten von 20 Minuten und mehr waren laut Beobachtern keine Seltenheit. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat nach seiner Stimmabgabe die Bürger erneut aufgefordert, zur Wahl zu gehen. „Ich war heute Morgen schon, gehen auch Sie zur Wahl, denn jede Stimme zählt“, schrieb der CDU-Politiker auf Twitter. In Sachsen sind rund 3,3 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, das Europaparlament und die Kommunalvertretungen neu zu bestimmen. (dpa)