HTZ: Gerüste und Zäune fallen in Kürze – exklusive Einblicke in das 50-Millionen-Projekt
Von der ältesten Baustelle der Zwickauer Innenstadt gibt es gute und schlechte Nachrichten. Zuerst das weniger Erfreuliche: Das Hochtechnologie-Zentrum der WHZ wird auch in diesem Jahr nicht fertig, sondern voraussichtlich Ende 2025. Aber Gerüste, Bauzäune und Container verschwinden in den nächsten Monaten. Ende des Jahres können Zwickauer und Gäste die neue Sehenswürdigkeit bereits von außen genießen. Und das Innere verspricht einen unerwarteten Gewinn für alle.
Auf der Seite zur Peter-Breuer-Straße sind die Gerüste gefallen. In Richtung Dr.-Friedrichs-Ring verhüllen sie noch das Gebäude. Im Juni soll die nachgebaute Fassade der Hansa-Schule fertig sein. Dann werden auch die letzten Gerüste abgebaut. Der verwitterte Bauzaun fällt ebenfalls in Kürze – und zwar in den kommenden beiden Monaten, so die Niederlassungsleiterin vom Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement, „anschließend fangen wir an, die Baustelleneinrichtung abzubauen – ab September.“ Dann werden die Außenanlagen hergerichtet, darunter das Ring-Grün. Den freien Blick vom Ring aus verspricht Heike Krenkel für Ende des Jahres.
Im Inneren ist sehr viel fertig. In einigen Laboren stehen bereits Tische, Spinde und Regale, von den Decken hängen jede Menge Strippen. Die meisten Arbeiten wären wohl bis Ende des Jahres zu schaffen. Doch es hängt an zwei Aufträgen für die technische Laborausstattung. Eine Leistung müsse nach der Kündigung neu ausgeschrieben werden, erklärt Heike Krenkel. Sie rechnet damit, dass die Firma, falls eine gefunden wird, im November mit ihren Arbeiten beginnen kann. In einem anderen Fall versucht der SIB mit juristischen Mitteln, eine Firma zur Erledigung ihres Auftrags zu bewegen.
Ende 2025 soll das 50-Millionen-Vorhaben baulich abgeschlossen sein. Es folgt noch eine Einregulierungsphase. Wenn dann voraussichtlich 2026 das HTZ eröffnet wird, wird es trotzdem eine große Stunde für Zwickau sein. Die Fassaden machen das Stadtbild attraktiver und das Innenleben fasziniert. Das HTZ wird für jedermann zugänglich. Wer das Gebäude betrifft, erlebt auf beiden Seiten einen einmaligen Treppenraum: Auf der Seite Peter-Breuer-Straße führt eine Treppe gerade nach oben – zwischen der alten Klinkerfassade und dem neuen Betonbau – und auf der Seite zum Ring ist es eine großzügige, geschwungene „Wendeltreppe“. Und beide „Treppenhäuser“ verbindet eine Passage – sodass es eine überdachte Alternative gibt zum Tatjana-Lietz-Weg.