Idee: Humboldtschule bekommt alte Größe zurück
In den drei staatlichen Oberschulen reicht der Platz nicht. Im Gespräch war einmal der Bau einer vierten Schule. Die Fraktion SPD/Grüne/Tierschutzpartei bringt jetzt eine andere Idee in den Stadtrat: Die Verwaltung soll prüfen, ob die Erweiterung der Humboldtschule machbar und förderfähig ist. Der Antrag steht am Donnerstag auf der Tagesordnung.
Die Humboldtschule ist laut Plan zweieinhalbzügig. Mit zwei Ausnahmen gibt es aber pro Stufe drei Klassen. Es herrscht Platzmangel. In der Lothar-Streit-Straße mussten fremde Räume angemietet werden. Auch die Turnhalle musste schon herhalten für Mathe oder Deutsch. Einen Sanitäts- oder eine Beratungsraum gibt es nicht. In diesem Jahr war es auch nicht möglich, in der 7. Klasse eine Hauptschulklasse oder -gruppe zu bilden, weil ein Zimmer dafür fehlte.
Der Flügel in Richtung Schwanenteich könnte wieder die alte Größe erhalten – diese Überlegung soll jetzt weiterverfolgt werden. Schon im übernächsten Stadtrat, also im November, soll eine Machbarkeitsstudie dazu vorliegen, so der Antrag. Ein Teil des genannten Flügels ist im 2. Weltkrieg zerstört worden. An seiner Stelle möchten die Befürworter einen modernen Anbau errichten lassen – gegebenenfalls.
Argumente dafür gibt es viele. Die meisten sind bekannt. Schulleiterin Antje Dombrowski nennt noch einen Punkt, der manchmal vergessen wird: „Wenn wir eine attraktive, ausreichend große Schule im Stadtzentrum haben, dann interessieren sich auch mal junge Lehrer für eine Stelle.“