IHK, Arbeitsagentur, DGB: „Beschäftigte jetzt weiterbilden!“
Jeder dritte Arbeitnehmer im Kreis Zwickau könnte schon jetzt durch Maschinen ersetzt werden, vor allem betroffen wären geringqualifizierte Helfer in der Autobranche. Davor warnt der Chef der Arbeitsagentur, Andreas Fleischer. Er rät daher dringend zur Weiterbildung. Grundlage sei das Qualifizierungschancengesetz, das zu Jahresbeginn in Kraft getreten ist und über das Millionen an Fördergeldern bereitstehen. Bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten würden übernommen, dazu ein Teil der Lohnkosten, weil die Arbeitnehmer in der Unterrichtszeit dem Unternehmen fehlen. Die Arbeitsagentur berät Arbeitgeber. Fleischer: "Im Grundsatz gilt, dass die Förderung umso höher ausfällt, je kleiner das Unternehmen ist." Fleischer hatte gemeinsam mit IHK-Geschäftsführer Torsten Spranger und DGB-Kreischefin Sabine Zimmermann am Montag die Medien informiert. Zimmermann vertritt die Auffassung, wenn erfahrene Mitarbeiter kontinuierlich weitergebildet würden, sei das für die Unternehmen ideal: "Das muss sich dann auch in der Bezahlung widerspiegeln." Mit Blick auf den Umbau von VW in Zwickau zum Zentrum der Elektromobilität meint Spranger, dass der Zeitpunkt für Qualifizierung jetzt optimal sei: "Wir haben nur ein kleines Zeitfenster, das jetzt genutzt werden muss."