Illegaler Müll wird immer kostspieliger
Illegal entsorgter Müll belastet immer mehr die kommunalen Kassen. Das geht aus einer dpa-Umfrage hervor. In Zwickau sei die Menge von 2019 auf 2020 von etwa 37 auf rund 45 Kubikmeter gestiegen. Die Stadt sieht dabei auch einen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Denn die Einwegverpackungen etwa für Speisen hätten stark zugenommen, sagte eine Stadtsprecherin.
Von illegaler Müllentsorgung sind auch die Wälder betroffen. Wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte, lassen die Täter meist in der Nähe schwer einsehbarer Parkplätze an viel befahrenen Straßen nicht nur Sperrmüll wie Matratzen, Baustoffe und Haushaltsgeräte zurück, sondern immer wieder auch Gartenabfälle. Diese jedoch enthielten mitunter Pflanzen, Früchte und Samen, die im Wald nicht heimisch seien, sagte Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes.
Zudem würden Gartenabfälle den Boden mit Stickstoff anreichern, erklärte Coordes. Als Folge von Schimmel- und Gärprozessen könnten für den Wald wichtige Mikroorganismen im Boden absterben. Eine zentrale Statistik zum Müll im Wald gibt es nicht. Wer ertappt wird, muss mit einer Geldbuße bis zu 2500 Euro und in besonders schweren Fällen auch mit bis zu 10 000 Euro rechnen.
