Im HBK herrscht Krisenmodus
Die Situation im HBK in Zwickau ist nach eigener Einschätzung dramatisch. Es mussten bereits Stationen geschlossen werden, um Ressourcen zu bündeln, informierte das Klinikum auf Nachfrage. Ein geregelter Krankenhausbetrieb sei nicht mehr möglich, das Personal sei an der Belastungsgrenze.
Während der ersten Corona-Welle waren die Intensivstationen aufgestockt worden. Hinzu kamen über zehn Intensivbetten, sodass seitdem die Kapazität bei über 60 Betten liegt. Das HBK fügt aber hinzu, dass das Betreiben dieser Betten vom Fachpersonal abhängt, das zur Verfügung steht.
Etwa jedes dritte Intensivbett wird aktuell benötigt, um Covid-19-Patienten zu behandeln. Am Dienstagnachmittag waren es 18, elf mussten beatmet werden.
Inzwischen hat das HBK eine zweite Isolierstation für Corona-Patienten eingerichtet. Die Kapazität liegt nach eigener Recherche jeweils bei reichlich 30. Die Pressestelle des Klinikums spricht bei beiden Stationen von einer hohen Patientenauslastung. Um dort die aufwändige Betreuung zu bewerkstelligen, war es nach unseren Informationen nötig, wie beschrieben, Stationen zu schließen.
Die Lage werde jeden Tag mehrmals neu bewertet, so das HBK. Dabei werden weitere Maßnahmen diskutiert wie zusätzliche Zusammenlegungen von Stationen oder Isoliermöglichkeiten.
Die Personallage soll im HBK angespannt sein. Gründe sind ein hoher Krankenstand und Quarantäne.