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Im Januar wird die Sparkasse Zwickau Filialen schließen

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Die Sparkasse wird zum 1. Januar sechs Filialen zumachen. Das wurde am Mittwoch mitgeteilt. In Zwickau sind die Filialen in Auerbach und im HBK betroffen. Außerdem dicht gemacht werden die Geschäftsstellen in Ebersbrunn, Steinpleis, auf dem Sandberg in Wilkau-Haßlau und in der Mühlgasse Crimmitschau.

Damit reagiert die Sparkasse auf die zunehmende Digitalisierung. „Jeder zweite Kunde nutzt inzwischen das Online-Banking und kommt also nur noch selten in die Bank“, sagte Pressesprecher Ralf Kulik. Der klassische Schalterraum habe ausgedient. Dem Rechnung tragend soll Mitte 2018 eine „Direktfiliale“ eröffnet werden; eine Art Callcenter, in dem bis zu acht Mitarbeiter Telefon- und Online-Anfragen bearbeiten werden.

Die Mitarbeiter werden in den nächstgelegenen Filialen, die zu „Beratungs-Centern“ ausgebaut werden, weiterbeschäftigt und bleiben für ihre angestammten Kunden zuständig. „Wir sind im Regelfall innerhalb von fünf Kilometern vom Wohnort unserer Kunden erreichbar“, sagte Kulik. Und wo sich die Sparkasse zurückzieht, sollen Einzelhändler als Sparkassen-Agenturen Bargeld auszahlen dürfen.

Einsparungen erwartet die Sparkasse vor allem bei den Technikkosten. Dazu zählen Standleitungsgebühren für die Automaten. Anders als bei der letzten Strukturanpassung vor sieben Jahren werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, versprach Kulik. „Wo Personal abgebaut wird, erfolgt das über Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen.“

Und die Umstrukturierung geht weiter. 2020 soll in der Innenstadt ein neues Beratungszentrum eröffnet werden, wofür die großen Filialen auf der Crimmitschauer Straße und am Hauptmarkt geschlossen werden. Ähnliches ist für Reinsdorf geplant.

Die Sparkasse Zwickau beschäftigt derzeit 485 Mitarbeiter. Die kümmern sich um 170.000 Kunden mit 120.000 Girokonten.

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Ralf Kulik