Immer mehr Flüchtlinge im Freistaat

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Sachsen muss mehr Plätze in Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge schaffen. Das berichtet die "Sächsische Zeitung". Immer mehr Migranten kommen über Weißrussland und Polen in den Freistaat.

Die Landesdirektion Sachsen hat vorgerechnet, dass täglich etwa 66 Neuankömmlinge in die Erstaufnahme gebracht werden. Von 3.900 Plätzen seien schon 3.150 belegt. Die Erstaufnahme in Dresden habe die Kapazitätsgrenze erreicht; in Leipzig und Chemnitz sei die Lage angespannt.

Es müsse nach zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden. Hintergrund ist, dass Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko, Flüchtlinge aus Syrien, Jemen, Afghanistan oder dem Irak gezielt in die EU durchlässt.

Die AfD warnt vor einer Erhöhung der Aufnahmekapazitäten. „Wenn wir diese für illegal eingereiste Asylbewerber erhöhen, senden wir damit das fatale Signal aus, unbegrenzt Migranten wie 2015 aufnehmen zu wollen", erklärte der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Sebastian Wippel. Statt den Migrationsdruck zu lindern, steige er dann weiter an. "Das wäre verbunden mit unkalkulierbar hohen Kosten für den Steuerzahler."