• Symbolbild: dpa

Immer mehr Kinder sollen ohne Empfehlung aufs Gymnasium

Zuletzt aktualisiert:

Im Kreis Zwickau wollen Eltern in 76 Fällen, dass ihr Kind mit Beginn des Schuljahres 2018/19 aufs Gymnasium kommt, obwohl die Grundschule das nicht empfohlen hat. Im Vorjahr waren es 53. Da war eingeführt worden, dass die Eltern das letzte Wort haben. Die Zahlen hat das zuständige Landesamt am Montag veröffentlicht. Dessen Sprecher Arndt Schubert sagte, dass die Schulleiter der zehn Gymnasien jetzt mit den Eltern darüber sprechen werden.

In der Behörde selbst werde man in den nächsten zwei Wochen über die Klassenbildungen an Gymnasien und Oberschulen beraten. Deshalb dürften die aktuellen Anmeldezahlen nicht zu Spekulationen darüber führen, ob eine Schule gefährdet sein könnte. Zwei Beispiele: Für die Fucik-Oberschule in Zwickau gibt es nur 33 Anmeldungen, 40 sind aber mindestens nötig. Ähnlich in Crimmitschau: Das Motteler-Gymnasium hat 55 Anmeldungen, 60 hätten es mindestens sein müssen.

Aber keine Panik: An manchen Schulen sind die Anmeldezahlen zu hoch. Da wird es also zu Verschiebungen kommen. "Wir machen jetzt gemeinsam mit den Schulleitern erst einmal unsere Arbeit", sagte Schubert. Am 24. Mai werden die Eltern Bescheid bekommen, an welcher Schule ihr Kind aufgenommen wird.