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Immer mehr Westdeutsche und Ausländer an Unis im Freistaat

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An Sachsens Univer­si­täten und Hochschulen haben sich zum Winter­se­mester 2014/2015 viele junge Menschen aus dem Westen Deutsch­lands und dem Ausland einge­schrieben. An den Techni­schen Univer­si­täten in Dresden und Chemnitz holen sich auch nicht wenige Chinesen das Rüstzeug für eine Karriere. Insge­samt wurden landes­weit bisher mehr als 18 500 Studi­en­an­fänger immatri­ku­liert. Einige Einschrei­bungen laufen derzeit noch. „Es gibt verein­zelt auch noch freie Plätze“, sagte eine Sprecherin des Wissen­schafts­mi­nis­te­riums in Dresden. Gute Studi­en­qua­lität garan­tierten Maximal­g­renzen für jede Hochschule. „Übervolle Hörsäle sind nicht in unserem Sinn.“     Allein an der TU Dresden, Sachsens größter Uni, haben rund 9000 Erstse­mester ein Studium aufge­nommen. Fast 60 Prozent kommen aus Ostdeutsch­land, gut ein Viertel aus dem Westen und 15,5 Prozent aus dem Ausland. Dabei ist die Exzel­len­zuni vor allem bei Chinesen die erste Adresse. Andere kommen aus Polen, Italien, Russland, Indien, Vietnam und Brasi­lien. „Das Inter­esse an der TU Dresden ist ungebro­chen“, freute sich Rektor Hans Müller-Stein­hagen. Die TU Chemnitz immatri­ku­lierte mehr als 2500 Studi­en­an­fänger. Dabei erhöhte sich der Anteil der Westdeut­schen nach Angaben der Hochschule um mehr als 15 Prozent und der Ausländer sogar um mehr als 60 Prozent. Das unter­streiche, dass die TU Chemnitz auch außer­halb von Sachsen hohes Ansehen genieße, sagte Rektor Arnold van Zyl. Die meisten Ausländer stammen aus China, Indien, Brasi­lien, der Türkei und dem Nachbar­land Tsche­chien.  An der Westsäch­si­schen Hochschule Zwickau erreichte der Anteil der Studi­en­an­fänger aus dem Westen und dem Ausland an den insge­samt rund 1200 Erstse­mes­tern jeweils 18 Prozent. Das sei ein neuer Rekord­wert, sagte Rektor Gunter Kraut­heim. An der TU Bergaka­demie Freiberg kommt fast jeder fünfte „Neuling“ aus einem anderen Land. Die Uni werde im Ausland immer mehr zum Geheim­tipp„, sagte Rektor Bernd Meyer.  Unter den angebo­tenen Studi­en­gängen an Sachsens Hochschulen waren Medizin, Wirtschafts­wis­sen­schaft, Maschi­nenbau, Betriebs­wirt­schaft, Inter­na­tio­nales Manage­ment oder Gesund­heits­ma­nage­ment und Kommu­ni­ka­tion beson­ders gefragt. Während MINT-Fächer - Mathe­matik,  Infor­matik, Natur­wis­sen­schaften, Technik - in Freiberg stark nachge­fragt sind, hat die Hochschule Zittau/Görlitz Probleme, alle Plätze in diesen Fächern dort zu besetzen. Die Univer­sität Leipzig will ihre Statistik zum Winter­se­mester am Mittwoch­vor­mittag präsen­tieren.