In Sachsen fehlen Tausende Rettungsschwimmer
Auch in der Badesaison 2019 fehlen in Sachsen Rettungsschwimmer. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat nach eigenen Angaben aktuell 2.400 Ehrenamtliche zu wenig in diesem Bereich. „Es ist weiter schwierig, die Dienste abzusichern“, sagte Landesgeschäftsführer Sebastian Knabe. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Lage etwas besser, da fehlten demnach noch knapp 2500. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat Probleme, den Bedarf zu sichern. Gründe für das Defizit sind den Organisationen zufolge weniger das Nachwuchsinteresse als vielmehr die gesellschaftliche Entwicklung wie Abwanderung und die Ausgestaltung des Ehrenamts in diesem Bereich. „Gerade an Seen werden Doppelbesetzungen mit Ehrenamtlichen zur Absicherung im Sommer gefahren“, sagte Knabe. In der Saison - Mitte Mai bis Mitte September - sei es relativ schwierig, jedes Wochenende abzudecken. „Ein Bademeister für 350 Leute ist viel zu wenig.“ An den Seen im Freistaat sei man weit entfernt von den Regelungen, die an Ost- und Nordsee gelten: ein bis drei Wachgänger pro Strandkilometer. Und auch Ausflüge von Kitagruppen und Schulklassen in Freibad oder Schwimmhalle fielen aus, wenn der Lehrer keinen Rettungsschwimmer habe und keiner engagiert werden könne.