Integrationsberatung wird in Zwickau sehr gut angenommen
Etwa 3.000 Menschen aus neun Nationen haben bisher die Integrationsberatungsstelle in der Zwickauer Hauptstraße besucht. Aufgemacht hat sie vor gut einem Jahr. Die meisten der Ratsuchenden waren Syrer. "Die Beratungsstelle wird sehr gut angenommen, die Mitarbeiterinnen machen Überstunden. Und wir helfen auch Deutschen", sagte die Ausländerbeauftragte von Zwickau, Ulrike Lehmann, am Donnerstag. Häufig kommen Migranten, weil sie Behördenpost nicht verstehen oder Anträge vom Jobcenter nicht allein ausfüllen können. "Es gibt aber auch persönliche Themen wie Familienstreitigkeiten oder Angst um die Familie im Heimatland", erzählt Mitarbeiterin Nadine Simmack. Die Beratungsstelle wird von Stadt und Landkreis betrieben. Eine Zusammenarbeit besteht mit dem Jobcenter. Dort werden Migranten in Kursen die wichtigsten Regeln des Zusammenlebens in Deutschland vermittelt. "Da geht es um Themen wie Gewaltenteilung in unserem Land, um Behördenzuständigkeiten oder ganz einfache Dinge, dass man zum Beispiel nicht einfach Feuer machen kann, wo man will", umreißt Ricardo Donat vom Jobcenter das Spektrum.