Kanu-Ausstellung: Premiere, Loch und Olympiasieg
Um den Kanu-Sport bei der Cainsdorfer Brücke ist es still geworden. Das könnte sich jetzt ändern. Die neue Sonderausstellung der Priesterhäuser rückt den Zwickauer Kanu-Slalom ins Scheinwerferlicht. Zu Recht – das Schattendasein hat er nicht verdient. Das zeigt schon der Titel: „Zwickau. Wiege des Wildwasserslaloms“.
Die Ausstellung ist ab Sonntag zu sehen. Dass Journalisten vorher einen Blick darauf werfen, war diesmal nicht möglich. Doch die Fakten sagen bereits einiges: Der Kanu-Club Zwickau wurde 1926 gegründet und ist damit im Kanu-Slalom der älteste in Deutschland. Der Wettbewerb im Wildwasserslalom am 3. Mai 1936 war ebenfalls Deutschland-Premiere. Das erste Bootshaus befand sich im Vergleich zum heutigen etwas flussabwärts, etwa Höhe Erlenbad.
Der Kanu-Club hatte Glanzzeiten mit internationalen Titeln, darunter einem Olympiasieg. Aktuell sind noch etwa 30 Kanuten aktiv – und durchaus erfolgreich bei nationalen Meisterschaften. Die Strecke mit dem Dreieck und dem Loch gilt immer noch als die anspruchsvollste in Ostdeutschland.