Kanzlerin besucht Mikroelektronik-Firmen in Dresden
Angela Merkel auf Stippvisite in Sachsen. Die Kanzlerin besucht am Dienstag Dresden. Bei Globalfoundries und Infineon will sie sich über die aktuelle Unternehmenslage informieren. Mit Experten wird Merkel danach über die strategische Bedeutung der Mikroelektronik für Deutschland und Europa diskutieren. Mittlerweile kommt jeder zweite in Europa gefertigte Chip aus Dresden. Begleitet wird die Kanzlerin von Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bundesforschungsministerin Wanka.Erst gestern hatte der Chiphersteller Globalfoundries eine weitere Investition von 250 Millionen US-Dollar in den Dresdner Standort bekanntgegeben. Geplant sei die Entwicklung und Produktion einer neuen Halbleiter-Technologie. Sie soll in Dresden für den Weltmarkt hergestellt werden. Die „22FDX“ genannte Technologie ermöglicht die Produktion energieeffizienter, leistungsstarker Chips bei vergleichsweise niedrigen Produktionskosten, wie Konzernchef Sanjay Jha mitteilte. Damit werde die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gesichert. Die neue Technologie erfülle die Anforderungen mobiler Geräte an einen immer niedrigeren Stromverbrauch. Der Chiphersteller Globalfoundries ist über den Staatsfonds Mubadala im Besitz des Emirates Abu Dhabi. Derzeit sind bei Globalfoundries in Dresden 3700 Menschen beschäftigt.