Karl May im Knast - Neue Ausstellung im Schumannhaus
Der Knast als Quelle der Inspiration: Der Abenteuerschriftsteller Karl May (1842-1912) verdankte dem einstigen Gefängnis Schloss Osterstein womöglich wichtige Anregungen. Seinem Leben hinter diesen Mauern ist ab Sonntag eine Ausstellung im Robert-Schumann-Haus gewidmet. Originalzeugnisse wie ein Steckbrief und ein Gefängnisbericht über May sind zu sehen. Er saß wegen Schwindeleien und mehrfachen Betrugs ein. In Karl May soll während des Aufenthaltes in der Anstalt von 1865 bis 1868 der Entschluss gereift sein, Schriftsteller zu werden. Er las viel in der Gefangenenbibliothek und schrieb danach seine Winnetou-Romane. Und was weniger bekannt ist: May war auch ein veritabler Musiker. Anlass der Ausstellung ist der 170. Geburts- und 100. Todestag des Dichters 2012.