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Kein Baustopp, aber Verzug: Stadion vielleicht erst 2018 fertig

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Die Stadt tritt beim Stadi­on­neubau wegen der Kosten­ex­plo­sion auf die Bremse. "Wir werden den Bau nicht stoppen, warten aber erst einmal ab, was neue Planungen ergeben", sagte Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß am Donners­tag­mittag vor Journa­listen. "Wenn die Ergeb­nisse vorliegen, soll der Stadtrat im September einen neuen Grund­satz­be­schluss fassen." Finanz­bür­ger­meister Bernd Meyer schloss nicht aus, dass der FSV in einigen Jahren zunächst in ein halbfer­tiges Stadion zurück­kehrt. "Das letzte Tribü­nen­dach könnte auch erst 2018 montiert werden", sagte Meyer. Er bezif­ferte die bis jetzt aufge­lau­fenen Mehrkosten auf drei Millionen Euro und machte den schwie­rigen Baugrund verant­wort­lich. Das Problem sei, dass das Vorhaben ohne Baugrund­gut­achten in Angriff genommen wurde. Projekt­steuerer Karl-Heinz Feith wider­sprach in dem Zusam­men­hang früheren Meldungen, wonach das Stadion auf einem Schlamm­teich errichtet wurde. Richtig sei vielmehr, "dass der Boden an manchen Stellen weich, an anderen beton­hart ist." Diese Erkennt­nisse habe man erst gewonnen, nachdem auch im Unter­grund der bishe­rigen Tribünen gebohrt werden konnte. FSV-Sprecher Gerhard Neef kann mit dem Bauverzug leben. „Dann spielen wir eben so lange im Sport­forum Eckers­bach“, gab sich Neef gelassen. Ursprüng­lich sollte der Stadi­onbau 15 Millionen Euro kosten. Nach jüngsten Schät­zungen kommen 22 Millionen zusammen.

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Pia Findeiß, Bernd Meyer und Gerhard Neef