Kein Unterricht - Lehrer streiken am Mittwoch
An den Schulen in Zwickau Stadt und Land gibt es nächsten Mittwoch Warnstreiks. Der sächsische Lehrerverband und die Gewerkschaft GEW haben die Lehrer in Sachsen zu Kundgebungen nach Chemnitz, Leipzig und Dresden aufgerufen. "Geregelten Unterricht wird es an diesem Tag nicht geben", sagte GEW-Vorsitzende Sabine Gerold unserem Sender. Trotz des Warnstreiks von Lehrkräften soll aber kein Schüler vor verschlossenen Türen stehen. "Je nach Streikbeteiligung der Lehrer werden Betreuungspläne erstellt beziehungsweise findet eine Beschulung statt", teilte die Sächsische Bildungsagentur mit. Hintergrund der Warnstreiks sind die bisher ergebnislos verlaufenen Verhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern für 800.000 Tarifangestellte der Länder 5,5 Prozent mehr Geld oder mindestens 175 Euro pro Monat mehr. Zudem geht es um eine Anhebung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro. "Ich bedauere sehr, dass die Gespräche nicht weiter fortgeschritten sind und appelliere an die Kompromissbereitschaft der Gewerkschaften", sagte Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU), der zu den Verhandlungsführern auf Seiten der Arbeitgeber gehört. Eine Steigerung von 5,5 Prozent bzw. mindestens 175 Euro monatlich würde den Freistaat Sachsen für seine Arbeitnehmer jährlich etwa 206 Millionen Euro kosten. Bei einer Übertragung 1:1 auf die Beamten, Richter und andere kämen jährlich zusätzlich 113 Millionen Euro dazu. Aus zusätzlichen Forderungen folgten weitere Kosten: "Alles in allem haben die Gewerkschaften Mehrkosten von über 390 Millionen Euro pro Jahr angemeldet - das ist für den Freistaat nicht zu finanzieren."