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Keine GEZ-Gebühr gezahlt - Frau im Gefängnis

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Ihre strikte Weige­rung, den Rundfunk­bei­trag zu entrichten, hat eine 46-Jährige ins Gefängnis gebracht. Sie sei am 4. Februar verhaftet und ins Frauen­gefängnis nach Chemnitz gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Polizei­in­spek­tion Bad Salzungen (Thüringen) am Montag auf Anfrage und bestä­tigte damit Medien­be­richte. „Ich habe die Frau selbst geholt“, erklärte die Polizistin. Zuerst hatte die „Welt am Sonntag“  berichtet, die vom ersten Fall dieser Art in Deutsch­land sprach.   Demnach hatte die Frau aus dem thürin­gi­schen Geisa seit 2013 keinen Beitrag für die öffent­lich-recht­li­chen Sender gezahlt, weil sie weder Fernseher noch Radio habe und das System zur Rundfunk­fi­nan­zie­rung für verfas­sungs­widrig halte, erklärte sie in einem Inter­view mit der „Welt am Sonntag“. Das Bundes­ver­wal­tungs­ge­richt hatte den Rundfunk­bei­trag im März für verfas­sungs­gemäß erklärt.  Zudem habe sich die Frau gewei­gert, eine vom Gerichts­voll­zieher gefor­derte Vermö­gens­aus­kunft abzugeben. Daher sitzt die Frau seit Anfang Februar in Erzwin­gungs­haft. Diese dauert laut Polizei maximal ein halbes Jahr. „In dieser Zeit muss sie die Vermö­gens­aus­kunft abgeben oder Gebühren zahlen“, so die Polizei­spre­cherin. Wenn sie das nicht tut, wird sie zwar nach einem halben Jahr entlassen. „Aber das Verfahren geht weiter, sie kann dann wieder einge­sperrt werden.“ (dpa)