Kita-Streik in Chemnitz und Zwickau
Einen Tag vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst machen die Gewerkschaften weiter Druck auf die Arbeitgeber. In Chemnitz blieben am Mittwochmorgen 15 kommunale Kindertagesstätten geschlossen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mitteilte. In Zwickau legten Erzieher von 17 Einrichtungen die Arbeit nieder. Neben Verdi hatte auch die Bildungsgewerkschaft GEW zum Warnstreik aufgerufen. Die Anforderungen an die Beschäftigten in den Kindertagesstätten, in der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe oder im Sozialdienst seien in den vergangenen Jahren gestiegen, hieß es. Das müsse sich in mehr Anerkennung und einer besseren Bezahlung niederschlagen. Warnstreiks hatte es kürzlich auch in Dresden, Leipzig und Halle gegeben. Die Gewerkschaften fordern eine bessere Eingruppierung - im Schnitt eine Einkommenserhöhung von rund zehn Prozent. Die Tarifverhandlungen sollen an diesem Donnerstag fortgesetzt werden.