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Körperverletzung nach rechtsextremem Liederabend

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Nach einem rechtsextremen Liederabend ist es in Zwickau zur gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen einem Konzertbesucher und einem Anwohner gekommen. Die beiden lieferten sich in der Nacht zum Samstag zunächst einen verbalen Streit, bevor die Situation eskalierte und der 30-jährige Anwohner verletzt wurde, wie die Polizei mitteilte. Er wurde ebenso wie sein 45-jähriger Kontrahent ins Krankenhaus gebracht. Die Veranstaltung war laut Polizei als Geburtstagsfeier getarnt. Polizisten und Vertreter der Stadtverwaltung hätten sich den Ort der Veranstaltung vorab angesehen und dabei keine Verstöße festgestellt, „die ein sofortiges Einschreiten erforderlich gemacht hätten“. (dpa)

Update 10:58 Uhr: Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage bestätigt hat, fand das Konzert in einer Art Partyraum an der Kreuzung Leipziger Straße/Friedrich-Engels-Straße statt.

Update Sonntag, 10 Uhr: Am Samstagabend war die Polizei erneut wegen so einer Veranstaltung im Einsatz. Die Organisatoren hatten dazu Räumlichkeiten in einer Gartenanlage in Meerane angemietet. Nachdem die Polizei den Verein über den eigentlichen Hintergrund der als Geburtstagsfeier getarnten Veranstaltung in Kenntnis gesetzt hatte, kündigte dieser den Mietvertrag mit den Veranstaltern noch vor Beginn.
 
Offenbar verlegten die Initiatoren den Liederabend danach wieder nach Zwickau in die Lokalität an der Kreuzung Leipziger Straße/Friedrich-Engels-Straße. Die Beamten sicherten das Gebiet und führten Kontrollen durch. Alles blieb ruhig.