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Kommt es am HBK zu einem mehrtägigen Streik?

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Am Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) droht ein mehrtägiger Streik. Die Gewerkschaft Verdi will den Krankenhausbetrieb lahmlegen, und das nach nur einer Verhandlungsrunde. Die Klinikleitung reagiert mit Unverständnis.

HBK-Geschäftsführerin Bianca Steiner kann nicht nachvollziehen, dass Verdi die angebotene Gehaltssteigerung von 17,5 Prozent ablehnt - mit der Begründung, sie sei nicht hoch genug. Sie verweist auf die finanziell angespannten Lage der Krankenhäuser. Anfang des Jahres habe sich das HBK bei der Stadt 8 Millionen Euro geborgt, um zahlungsfähig zu bleiben.

Verdi hält dagegen. „Wir sehen die Gefahr, dass das HBK auf Zeit spielen will“, zitiert die Freie Presse Gewerkschaftssprecherin Simone Bovensiepen. „Man habe die aktuellen Gehaltstabellen schon zum 30. Juni gekündigt, das Klinikum habe sich aber bis zum 4. September Zeit für einen Verhandlungstermin gelassen.“ Diesen Vorwurf wies die Krankenhausleitung inzwischen zurück. Demnach hatte Verdi drei Termine für Ende August und Anfang September vorgeschlagen. Wegen der Urlaubszeit habe man den Termin im September gewählt, der so auch stattgefunden hat.

Einen Termin für die Streiks gibt es noch nicht. Aktuell laufen Verhandlungen, um den Notdienst abzusichern.