Konzert vom „Kon“ stimmt großartig aufs Fest ein
Das Zwickauer Konzert- und Ballhaus Neue Welt war am Sonntag rappelvoll, einige Besucher verfolgten das Weihnachtskonzert des Konservatoriums im Stehen. Nach über zwei Stunden gab es minutenlangen Applaus, Standing Ovations und viele frohe Gesichter. Rund 200 Schüler und Lehrer vom „Kon“ hatten das Publikum bewegt, nachdenklich gemacht und erheitert, sie hatten es großartig auf Weihnachten eingestimmt.
Das Programm bot Klassiker, die sich die Gäste wünschten, aber auch Überraschungen und Neuheiten. Drei Schülerinnen sangen beispielsweise das schwedische Weihnachtslied „Jul, jul, stralande jul“; eine von ihnen hat lange in Schweden gelebt und das Lied sozusagen mitgebracht. Der Knecht Ruprecht, ein Klavierstück von Robert Schumann, wurde erstmals von Blechbläsern aufgeführt. Die Zwickauerin Annette Schneider hatte, inspiriert von „Stille Nacht“, das Stück „When everybody sleeps“, geschrieben – und so erlebten die rund 800 Besucher beim Auftritt des Zupforchesters eine Uraufführung.
Für Begeisterung sorgten unter anderem das Ballett – bei der Tarantella gab es Szenenapplaus – und das Jugendsinfonieorchester mit Ausschnitten aus der Nussknacker-Suite. Die Einladung zum Mitsingen beim abschließenden Medley nahm das Publikum gern an.
Durchs Programm führte Kerstin Wünsch. Sie erklärte unter anderem, unter welchen Umständen 1818 „Stille Nacht“ entstanden ist und welcher Aberglauben mit dem „Neunerlei“ verbunden ist, sie ging auf die aktuelle schwierige Zeit ein und trug ein Gedicht vor, das vom Weihnachtsstress erzählt und so endet: „Dann brennt der Käsekuchen an, Mama fängt an zu weinen. Nur Opa ohne Zeitgefühl genehmigt sich noch einen“.